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Metakognition: Lernen planen, prüfen und anpassen

Elizabeth Nune

Metakognition: Lernen planen, prüfen und anpassen
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Metakognition bedeutet, über das eigene Lernen nachzudenken und daraus Entscheidungen abzuleiten. Für einen Kurs, eine Zertifizierung oder eine berufliche Fähigkeit hilft ein konkretes Ziel: einen Begriff erklären, ein Problem lösen oder einen Ablauf ausführen.

Deine Zuversicht ist eine nützliche Information, zeigt allein aber noch nicht, dass du die Aufgabe bewältigen kannst. Vergleiche deine Erwartung mit einem Versuch und einer verlässlichen Lösung oder Bewertungshilfe.

Beobachten und steuern

Das Modell von Nelson und Narens aus dem Jahr 1990 unterscheidet die Beobachtung des eigenen Lernens von dessen Steuerung.

Vielleicht erwartest du, einen Ablauf ohne Notizen erklären zu können, kannst aber nur die Schritte nennen und nicht begründen, warum einer auf den anderen folgt. Das kann dir zeigen, dass du ein ausgearbeitetes Beispiel erneut ansehen oder gezielt nachfragen solltest. Die Beobachtung ist genauer als das Urteil, das gesamte Thema sei zu schwer für dich. Ein kurzer Test prüft nur einen Ausschnitt. Frage, Zeitpunkt, erlaubte Hilfsmittel und Bewertung beeinflussen, was das Ergebnis aussagt. Ein einzelnes Ergebnis misst nicht dein gesamtes Wissen.

Ein praktischer Lernablauf

  1. Wähle eine Aufgabe, die einer Prüfungssituation oder einer beruflichen Tätigkeit entspricht.
  2. Lege fest, was zu einer vollständigen Antwort gehört, und schätze deine Leistung ein.
  3. Bearbeite die Aufgabe unter klaren Bedingungen, je nach Anforderung mit oder ohne Hilfsmittel.
  4. Vergleiche deine Lösung mit einer verlässlichen Quelle. Notiere fehlende Fakten, Begründungen oder Schritte.
  5. Wähle die nächste Handlung: eine Erklärung erneut lesen, ein Beispiel bearbeiten, Rückmeldung einholen oder später erneut üben.

Die Übersicht von Dunlosky und Kollegen aus dem Jahr 2013 bewertet Übungstests und verteiltes Lernen als allgemein nützlicher als wiederholtes Lesen.

Lesen kann dennoch beim Verständnis und bei der Fehlerkorrektur helfen. Schwierigkeit allein macht eine Übung nicht besser. Dokumentiere die Bedingungen, damit du ähnliche Versuche vergleichen kannst.

Aus dem Ergebnis eine Entscheidung ableiten

Wenn du eine Definition kennst, sie aber nicht anwenden kannst, probiere eine Anwendungsaufgabe. Prüfe bei einem fehlerhaften Ablauf den betroffenen Schritt. Sind Nachschlagewerke erlaubt, übe auch deren Nutzung.

Piply kann Übungsfragen aus deinem Material entwerfen. Prüfe generierte Fragen und Antworten anhand der Quelle, bevor du damit dein Verständnis beurteilst. Wähle die nächste Übung nach den erkannten Lücken.

Setze die Ideen um

Organisiere mit Piply deine Materialien und übe, was du lernst.

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