Lernen aufschieben: Hindernisse erkennen, weiterkommen
Ben Roe
Das konkrete Hindernis erkennen
Eine Aufgabe kann unklar, langweilig oder beunruhigend sein. Vielleicht fehlen dir auch Zeit, Material oder Hilfe bei einem unbekannten Problem. Notiere das Hindernis, bevor du eine Lösung wählst. Schuldgefühle sagen nicht, welches Problem du angehen musst.
Was die Forschung nahelegt
Der Forschungsüberblick von Sirois und Pychyl aus dem Jahr 2013 beschreibt, wie die Suche nach unmittelbarer Entlastung von unangenehmen Gefühlen zum Aufschieben beitragen kann. Das ist eine Forschungsperspektive, keine Diagnose jeder Verzögerung.
Wohl, Pychyl und Bennett untersuchten 2010 die Vorbereitung auf zwei Prüfungen. Bei Studierenden, die vor der ersten Prüfung stärker aufgeschoben hatten, hing Selbstvergebung mit weniger späterem Aufschieben zusammen. Dieser Zusammenhang belegt keine Behandlung und garantiert keine Veränderung für alle.
Einen kurzen, konkreten Einstieg versuchen
- Wähle eine sichtbare Aufgabe: einen Absatz lesen und erklären, einen Abschnitt gliedern oder eine Übungsfrage versuchen.
- Wähle eine kurze Zeitspanne, die zu dir passt. Fünf Minuten sind eine Möglichkeit, keine in diesen Studien geprüfte Regel.
- Lege das Material bereit und pausiere eine vermeidbare Ablenkung, wenn möglich.
- Notiere danach, was du erledigt hast und was dich noch hindert. Mache weiter, plane einen neuen Versuch oder bitte um Hilfe.
Vielleicht brauchst du eine Erklärung, mehr Zeit oder eine andere Aufgabe. Wenn wiederholtes Aufschieben dein Lernen beeinträchtigt, sprich mit einer Lehrkraft, Beratung oder Unterstützungsstelle.
Mit deinem Material in Piply anfangen
Öffne deine Notizen in Piply und wähle eine Wiederholungsfrage. Vergleiche die generierte Antwort mit der Quelle und notiere offene Punkte. Lade- und Einrichtungszeiten variieren; Piply verspricht nicht, Prokrastination zu lösen.
Setze die Ideen um
Organisiere mit Piply deine Materialien und übe, was du lernst.
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